LinkedIn Local Karlsruhe 2026: Mutig sein, sichtbar werden, Zukunft gestalten – zu Gast bei der IHK Karlsruhe

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LinkedIn Local Karlsruhe 2026: Mutig sein, sichtbar werden, Zukunft gestalten – zu Gast bei der IHK Karlsruhe

Mutig sein. Sichtbar werden. Zukunft gestalten. Unter diesem Leitgedanken fand am 13. August 2026 die dritte Ausgabe von LinkedIn Local Karlsruhe (#LiLoKa) statt. Gastgeberin war dieses Mal die IHK Karlsruhe, die mit dem Palais Biron in Baden-Baden den passenden Rahmen für einen Abend geschaffen hatte, an dem persönliche Begegnungen, neue Perspektiven und die Frage im Mittelpunkt standen, wie viel Mut es eigentlich braucht, um heute sichtbar zu sein und Zukunft aktiv mitzugestalten.

Für uns als Social Media King GmbH hatte diese Ausgabe von LinkedIn Local Karlsruhe eine besondere Bedeutung: Unsere Geschäftsführerin Anja Polzer war erstmals als Speakerin dabei und gestaltete gleich zwei Workshop-Sessions zum Thema „Mut zur digitalen Sichtbarkeit – Warum wir online zögern, obwohl wir offline längst überzeugen“. Ein Thema, das perfekt zum Leitmotiv der Veranstaltung passte und gleichzeitig eine Frage aufgriff, die uns in unserer täglichen Arbeit mit Unternehmen, Führungskräften und Expert immer wieder begegnet.

Foto: Andreas Kazdepka, Medienwerk Baden-Baden

LinkedIn Local Karlsruhe: Wenn aus digitalen Kontakten echte Begegnungen werden

LinkedIn Local ist Teil der weltweiten „Connecting Humans“-Bewegung, die Menschen mittlerweile in mehr als 150 Städten zusammenbringt. Die Idee dahinter ist ebenso einfach wie relevant: Menschen sollen sich nicht ausschließlich als digitale Profile wahrnehmen, sondern sich persönlich kennenlernen, miteinander diskutieren, Erfahrungen austauschen und Beziehungen aufbauen können. Statt Verkaufspitches und oberflächlichem Networking steht der authentische Austausch im Mittelpunkt.

Gerade für Karlsruhe und die gesamte TechnologieRegion ist dieser Ansatz spannend. Unsere Region ist wirtschaftlich und digital hervorragend vernetzt, gleichzeitig findet ein großer Teil unserer beruflichen Kommunikation heute über Bildschirme, Plattformen und digitale Meetings statt. LinkedIn Local Karlsruhe schafft einen bewussten Gegenpol dazu, ohne die digitale Welt abzulehnen: Kontakte, die online entstehen oder gepflegt werden, bekommen im persönlichen Austausch eine andere Qualität. Aus einem Profilbild wird ein Gesprächspartner, aus einem Kommentar entsteht eine Diskussion und aus einer digitalen Verbindung möglicherweise eine neue Zusammenarbeit, ein gemeinsames Projekt oder sogar eine Freundschaft.

Genau diese Verbindung zwischen digitaler Sichtbarkeit und echter menschlicher Begegnung war bei der dritten Ausgabe von LinkedIn Local Karlsruhe im Palais Biron deutlich zu spüren.

Foto: Andreas Kazdepka, Medienwerk Baden-Baden

Mutig sein, sichtbar werden, Zukunft gestalten

Das Leitthema „Mutig sein. Sichtbar werden. Zukunft gestalten.“ zog sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung und zeigte gleichzeitig, wie unterschiedlich Mut im beruflichen Kontext aussehen kann. Wer als Speaker auf einer Bühne steht, braucht den Mut, die eigene Perspektive öffentlich zu vertreten. Wer zum ersten Mal alleine eine Netzwerkveranstaltung besucht, muss möglicherweise eine ganz andere persönliche Hürde überwinden. Und auch auf einen fremden Menschen zuzugehen, eine Frage im Workshop zu stellen oder eine kontroverse Meinung zu äußern, kann eine Form von Mut sein.

Gleichzeitig braucht es Unternehmen, Institutionen und Menschen, die bereit sind, solche Formate überhaupt möglich zu machen. Eine Veranstaltung wie LinkedIn Local Karlsruhe entsteht nicht von selbst: Sie braucht eine Idee, Organisation, Partner, Referent und Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und einen Raum für Begegnung zu schaffen. Gerade deshalb passte das Thema Mut so gut zu diesem Abend, denn an vielen Stellen wurde sichtbar, dass Veränderung meistens dort beginnt, wo jemand bereit ist, einen ersten Schritt zu machen.

Auch für Unternehmen gewinnt diese Haltung an Bedeutung. Künstliche Intelligenz verändert Geschäftsmodelle und Arbeitsprozesse, der Fachkräftemangel zwingt Unternehmen zu neuen Wegen in Recruiting und Employer Branding und eine zunehmend digitale Customer Journey verändert die Art, wie Kunden Unternehmen und Marken wahrnehmen. Zukunft lässt sich unter diesen Bedingungen nicht ausschließlich verwalten. Sie verlangt Entscheidungen, obwohl möglicherweise noch nicht alle Antworten vorliegen, und den Mut, neue Wege auszuprobieren.

Von authentischer Führung bis zur digitalen Sichtbarkeit

Den inhaltlichen Auftakt bildete ein Impulsvortrag von Matthias Kreibich, Vorstandsvorsitzender der BGV Badische Versicherungen und Mitglied des IHK-Präsidiums. Sein Thema der authentischen Vorstandskommunikation auf LinkedIn griff eine Entwicklung auf, die wir auch in unserer täglichen Arbeit beobachten: Sichtbarkeit wird zunehmend zur Führungsaufgabe.

Kunden, Mitarbeitende, Bewerber und Geschäftspartner möchten heute nicht nur wissen, welche Leistungen ein Unternehmen anbietet. Sie interessieren sich zunehmend dafür, welche Menschen dahinterstehen, welche Haltung Führungspersönlichkeiten vertreten und wie authentisch ein Unternehmen kommuniziert. Gerade LinkedIn hat sich in den vergangenen Jahren von einer digitalen Visitenkarte zu einer relevanten Kommunikationsplattform für Führungskräfte, Unternehmen und persönliche Marken entwickelt.

Zuvor lies es sich IHK Präsident Frank Roth nicht nehmen, ein paar Worte an die Teilnehmer zu richten und unterbrach damit sogar seinen Urlaub. Auch das zeigt die Relevanz dieser Veranstaltung für die Wirtschaft der Region Karlsruhe. 

Im Anschluss wurde das übergeordnete Thema in verschiedenen Workshops aus unterschiedlichen Perspektiven vertieft. Dabei ging es nicht um den einen richtigen Weg zu mehr Sichtbarkeit oder Veränderung, sondern um verschiedene Blickwinkel, Erfahrungen und konkrete Impulse. Genau diese Mischung aus fachlichem Input, aktiver Mitarbeit und anschließendem persönlichem Austausch machte den Charakter der Veranstaltung aus.

Mut zur digitalen Sichtbarkeit: Warum wir online zögern, obwohl wir offline längst überzeugen

Mit unserem Workshop „Mut zur digitalen Sichtbarkeit – Warum wir online zögern, obwohl wir offline längst überzeugen“ haben wir ein Phänomen aufgegriffen, das uns seit vielen Jahren in der Social-Media-Beratung begegnet. Wir arbeiten mit Unternehmer, Führungskräften und Expert, die in ihrem beruflichen Alltag vollkommen souverän auftreten. Sie führen Teams, treffen weitreichende Entscheidungen, beraten Kunden, verhandeln, präsentieren komplexe Themen und verfügen häufig über jahrzehntelange Expertise. Sobald es jedoch darum geht, mit dieser Kompetenz selbst auf Social Media sichtbar zu werden, verändert sich die Situation.

Plötzlich tauchen Fragen auf, die im persönlichen Gespräch kaum eine Rolle spielen: Wie wirke ich vor der Kamera? Ist mein Thema interessant genug? Was denken Kolleg, Kunden oder mein persönliches Umfeld über meinen Beitrag? Was passiert, wenn ein Video kaum Reichweite erzielt oder jemand anderer Meinung ist? Und bin ich überhaupt der Typ dafür, mich selbst in den Mittelpunkt zu stellen?

Das Interessante daran ist, dass diese Unsicherheit nur selten etwas mit mangelnder Kompetenz zu tun hat. Im Gegenteil: Häufig sind gerade diejenigen besonders zurückhaltend, die fachlich enorm viel zu sagen hätten. Die Herausforderung liegt vielmehr darin, die Souveränität aus der analogen Welt in die digitale Kommunikation zu übertragen.

Warum Sichtbarkeit heute weit vor dem ersten Kundengespräch beginnt

Für Unternehmen ist diese Zurückhaltung zunehmend relevant, denn der klassische Vertriebsweg hat sich verändert. Bevor ein potenzieller Kunde heute zum Telefon greift, eine Anfrage stellt oder an einem persönlichen Termin teilnimmt, hat er sich häufig bereits intensiv digital informiert. Er hat die Website besucht, Social-Media-Profile angesehen, Beiträge gelesen, Videos gesehen und sich ein erstes Bild von Unternehmen und handelnden Personen gemacht.

Damit beginnt Vertrauensaufbau heute häufig lange vor dem ersten persönlichen Gespräch. Wer regelmäßig Expertise teilt, Haltung zeigt und Einblicke in die eigene Arbeit gibt, kann bereits digital eine Beziehung zu potenziellen Kunden, Bewerber oder Geschäftspartnern aufbauen. Das bedeutet nicht, dass jede Führungskraft zum Influencer werden oder täglich Videos veröffentlichen muss. Es bedeutet vielmehr, die eigenen relevanten Themen dort sichtbar zu machen, wo Menschen heute nach Informationen, Orientierung und Expertise suchen.

Gerade darin liegt eine große Chance für den Mittelstand. Unsere Region verfügt über hoch spezialisierte Unternehmen, innovative Geschäftsmodelle und Menschen mit enormem Fachwissen. Trotzdem bleiben viele davon außerhalb ihrer unmittelbaren Branche nahezu unsichtbar. Der häufig verwendete Begriff „Hidden Champion“ klingt zwar sympathisch, wirft aber gleichzeitig eine interessante Frage auf: Warum sollten erfolgreiche, innovative Unternehmen eigentlich „hidden“ bleiben?

Sichtbarkeit entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch Kontinuität

Ein zentraler Gedanke unseres Workshops war deshalb, digitale Sichtbarkeit nicht als einmalige Marketingmaßnahme, sondern als Entwicklungsprozess zu verstehen. Niemand steht beim ersten Video vollkommen selbstverständlich vor der Kamera, niemand kennt beim ersten Beitrag bereits die perfekte Tonalität und kaum ein Unternehmen entwickelt seine optimale Content-Strategie am Schreibtisch, bevor überhaupt der erste Inhalt veröffentlicht wurde.

Sicherheit entsteht durch Erfahrung. Wer regelmäßig Inhalte erstellt, entwickelt ein besseres Gefühl dafür, welche Themen zur eigenen Positionierung passen, welche Formate der Zielgruppe einen echten Mehrwert bieten und wie die eigene Persönlichkeit digital authentisch transportiert werden kann. Gleichzeitig sinkt mit jeder Veröffentlichung die Hemmschwelle. Was beim ersten Video noch ungewohnt wirkt, kann nach 50 oder 100 Aufnahmen längst zum normalen Bestandteil der eigenen Kommunikation geworden sein.

Deshalb ging es in unseren beiden Workshop-Sessions nicht nur um Content, Reichweite oder technische Fragen, sondern vor allem um die Entscheidung, überhaupt anzufangen. Eine Frage aus dem Workshop bringt diesen Gedanken besonders gut auf den Punkt: Was würdest du posten, wenn dir völlig egal wäre, was andere darüber denken?

Oft fehlt nämlich nicht die Idee für den nächsten Beitrag. Es ist die Sorge vor der Bewertung anderer, die verhindert, dass aus einer Idee tatsächlich sichtbarer Content wird.

Digitale Sichtbarkeit und persönliches Networking sind keine Gegensätze

LinkedIn Local Karlsruhe hat gleichzeitig gezeigt, warum digitale Kommunikation persönliche Begegnungen nicht ersetzen muss. Im Gegenteil: Beide Welten können sich gegenseitig enorm verstärken. Über LinkedIn entdecken wir Menschen, verfolgen ihre Themen, kommentieren ihre Beiträge und bauen bereits vor einer persönlichen Begegnung ein erstes Bild voneinander auf. Treffen wir uns anschließend bei einer Veranstaltung wie LinkedIn Local, existieren häufig bereits Anknüpfungspunkte für ein Gespräch.

Umgekehrt endet eine gute Begegnung heute nicht mehr mit dem Austausch einer Visitenkarte. Über LinkedIn können Gespräche weitergeführt, Gedanken geteilt und Kontakte langfristig gepflegt werden. Genau darin liegt die Stärke des „Connecting Humans“-Gedankens: Technologie soll menschliche Beziehungen nicht ersetzen, sondern kann dabei helfen, sie entstehen zu lassen und langfristig zu erhalten.

Für eine digital starke Region wie Karlsruhe ist diese Kombination besonders wertvoll. Wirtschaftliche Entwicklung entsteht nicht nur durch Technologien, Produkte und Geschäftsmodelle, sondern vor allem durch Menschen, die Ideen miteinander teilen, voneinander lernen und gemeinsam neue Projekte anstoßen.

Unser Fazit zum LinkedIn Local Karlsruhe 2026

Die dritte Ausgabe von LinkedIn Local Karlsruhe 2026 hat im Palais Biron in Baden-Baden eindrucksvoll gezeigt, wie viele Facetten das Thema Mut haben kann. Es braucht Mut, auf eine Bühne zu gehen, sich mit der eigenen Expertise digital sichtbar zu machen, alleine eine Netzwerkveranstaltung zu besuchen, einen unbekannten Menschen anzusprechen oder eine neue Idee in die Tat umzusetzen. Nicht jede dieser Entscheidungen fühlt sich im ersten Moment komfortabel an – und vielleicht ist genau das ihr gemeinsamer Nenner.

Für uns als Social Media King GmbH war es eine große Freude, mit zwei Workshops Teil dieses Abends zu sein. Ein herzliches Dankeschön gilt der IHK Karlsruhe als Gastgeberin, dem Organisationsteam, allen beteiligten Unternehmen und Partnern sowie den Speaker für ihre unterschiedlichen Perspektiven und Impulse. Vor allem danken wir den Teilnehmer unserer Workshops für die Offenheit, die Fragen, die Diskussionen und die aktive Mitarbeit.

Denn wenn von diesem Abend ein Gedanke bleiben sollte, dann vielleicht dieser: Sichtbarkeit beginnt weder mit dem perfekten LinkedIn-Profil noch mit dem perfekten Video. Sie beginnt mit der Entscheidung, die eigene Expertise, Haltung und Persönlichkeit nicht länger ausschließlich für sich zu behalten.

Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut bedeutet, trotzdem sichtbar zu werden.