Reichweite ja. Fremdscham nein. Genau das ist für uns bei der Social Media King GmbH einer der wichtigsten Grundsätze, wenn wir Social-Media-Content für Unternehmen entwickeln. Denn kein Unternehmen muss auf Social Media tanzen, schreien oder sich zum Affen machen, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Viel wichtiger ist die Frage, wie Produkte, Dienstleistungen und Fachwissen so in Content übersetzt werden können, dass Menschen hängen bleiben, ohne dass die Marke dabei ihre Glaubwürdigkeit verliert.
Genau diese Herausforderung begleitet uns bei fast jedem Videoshooting. Unternehmen möchten sichtbar werden, Reichweite aufbauen und ihre Zielgruppe erreichen. Gleichzeitig soll der Content zur Marke, zu den Menschen vor der Kamera und zur Unternehmenskultur passen. Denn sobald jemand eine Rolle spielen muss, die überhaupt nicht zu ihm oder zum Unternehmen passt, verliert der Content schnell an Authentizität. Humor, ein Augenzwinkern und Persönlichkeit dürfen selbstverständlich dazugehören, aber sie sollten immer Mittel zum Zweck sein und nicht zum Selbstzweck werden.
Social Media Content muss nicht laut sein, um zu funktionieren
Gerade auf Instagram, TikTok, Facebook oder LinkedIn entsteht schnell der Eindruck, dass nur besonders lauter, verrückter oder extrem unterhaltsamer Content Reichweite erzielen kann. Das sehen wir anders. Aufmerksamkeit entsteht nicht automatisch dadurch, dass ein Unternehmen möglichst auffällig kommuniziert. Entscheidend ist vielmehr, ob der Content für die Zielgruppe relevant ist, ob er eine interessante Perspektive bietet und ob die Menschen vor der Kamera glaubwürdig wirken.
In vielen Unternehmen steckt bereits deutlich mehr interessanter Content, als intern überhaupt wahrgenommen wird. Mitarbeiter erleben täglich Situationen, beantworten Kundenfragen, lösen Probleme, arbeiten mit besonderen Produkten oder bringen Fachwissen mit, das für Außenstehende spannend ist. Genau dort setzen wir bei der Content-Entwicklung an.
Die Aufgabe besteht also nicht darin, aus einem Unternehmen etwas zu machen, das es nicht ist. Die Aufgabe besteht darin, das Interessante im echten Unternehmensalltag zu finden und social-media-tauglich zu erzählen.
Vier Fragen für authentischen Social Media Content
Bei der Planung unserer Drehs helfen uns immer wieder einige grundlegende Fragen. Die erste lautet: Was ist im echten Arbeitsalltag ohnehin spannend? Häufig braucht es keinen künstlichen Gag, sondern nur einen neuen Blickwinkel auf Situationen, Fragen oder Probleme, die im Unternehmen sowieso jeden Tag vorkommen.
Die zweite Frage ist: Was möchte die Zielgruppe wirklich wissen? Guter Social Media Content entsteht selten aus dem Gedanken „Was wollen wir heute verkaufen?“, sondern viel häufiger aus der Frage „Was ist für die Menschen da draußen tatsächlich interessant oder hilfreich?“. Sobald der Content aus Sicht der Zielgruppe gedacht wird, verändert sich häufig automatisch auch die Art, wie Produkte und Dienstleistungen kommuniziert werden.
Ebenso wichtig ist die Frage, ob die Idee zur Person vor der Kamera passt. Nicht jeder Mitarbeiter, Geschäftsführer oder Experte muss laut, extrovertiert oder besonders lustig sein. Manche Menschen funktionieren vor der Kamera sachlicher, andere sehr spontan und wieder andere über persönliche Geschichten. Gute Content Creation berücksichtigt genau diese Unterschiede.
Und schließlich fragen wir uns immer: Funktioniert der Content auch ohne den Gag? Wenn hinter Humor oder Unterhaltung keine relevante Botschaft steckt, bleibt am Ende häufig nur kurzfristige Aufmerksamkeit. Für Unternehmen ist aber entscheidend, dass neben Reichweite auch Markenwahrnehmung, Vertrauen und im besten Fall konkrete Interaktionen entstehen.
Beispiel ADAC Nordbaden e.V.: guter Content steckt im echten Alltag
Wie gut dieser Ansatz funktionieren kann, hat sich zuletzt bei einem unserer Shootings für den ADAC Nordbaden e.V. gezeigt. Gemeinsam mit einem Straßenwachtfahrer haben wir Content entwickelt, der auf echten Situationen, Erfahrungen und Fragen aus seinem Arbeitsalltag basiert.
Gerade bei einem solchen Thema wäre es einfach gewesen, künstliche Comedy-Situationen zu bauen oder besonders plakative Szenen zu inszenieren. Stattdessen haben wir uns bewusst darauf konzentriert, das vorhandene Wissen und die echten Erlebnisse des Straßenwachtfahrers in Formate zu übersetzen, die auf Social Media funktionieren.
Das erste Video aus diesem Shooting ist inzwischen online und die Ergebnisse bestätigen die Strategie. Das Video erzielt eine sehr gute Reichweite und starke Beitragsinteraktionen. Für uns ist das ein gutes Beispiel dafür, dass relevanter und authentischer Content nicht langweilig sein muss und dass man keine künstliche Rolle spielen muss, um Aufmerksamkeit zu bekommen.
Im Gegenteil: Gerade dann, wenn Menschen ihre tatsächliche Expertise, ihre Erfahrungen und ihre Persönlichkeit einbringen können, entsteht Content, der glaubwürdig wirkt und gleichzeitig performt.
Reichweite allein reicht nicht
Natürlich ist Reichweite eine wichtige Kennzahl. Aber sie sollte nie die einzige sein. Ein Video kann sehr viele Menschen erreichen und trotzdem wenig für die Marke bewirken. Entscheidend ist deshalb immer die Kombination aus verschiedenen Faktoren: Wird das Video angesehen? Bleiben Menschen hängen? Entstehen Kommentare, Shares oder andere Beitragsinteraktionen? Wird die Marke positiv wahrgenommen? Und passt der Content langfristig zur Positionierung des Unternehmens?
Genau deshalb entwickeln wir Content nicht nur mit Blick auf den kurzfristigen Algorithmus. Ein erfolgreicher Social-Media-Auftritt braucht Wiedererkennbarkeit, eine klare Tonalität und Inhalte, die über längere Zeit Vertrauen aufbauen.
Ein einzelnes virales Video kann Aufmerksamkeit bringen. Eine gute Content-Strategie sorgt dagegen dafür, dass aus dieser Aufmerksamkeit langfristig Markenbekanntheit, Vertrauen und im besten Fall Kunden oder Bewerber entstehen.
Humor funktioniert, wenn er zur Marke passt
Humor ist auf Social Media ein starkes Werkzeug. Er kann Aufmerksamkeit erzeugen, Sympathie schaffen und komplizierte Themen leichter zugänglich machen. Problematisch wird es allerdings dann, wenn der Humor nicht zur Marke oder zur Person vor der Kamera passt.
Die Grenze zwischen sympathisch und „zu gewollt“ ist schmal. Genau deshalb sollte ein Unternehmen nicht versuchen, Trends oder Formate einfach zu kopieren, nur weil sie bei anderen funktionieren. Was bei einem Creator authentisch wirkt, kann bei einem technischen Unternehmen, einem Handwerksbetrieb oder einer seriösen Dienstleistung schnell künstlich wirken.
Die bessere Frage lautet deshalb nicht: Welcher Trend funktioniert gerade? Sondern: Wie können wir die Mechanik hinter diesem Trend so nutzen, dass sie zu unserer Marke passt?
Das kann bedeuten, einen bekannten Aufbau zu übernehmen, aber die Sprache anzupassen. Es kann bedeuten, mit einem humorvollen Einstieg zu arbeiten, aber anschließend echten Mehrwert zu liefern. Oder es kann bedeuten, bewusst ganz auf Comedy zu verzichten und stattdessen mit einer überraschenden Perspektive zu arbeiten.
Gute Content Creation beginnt vor der Kamera
Ein weiterer Punkt, der bei Social-Media-Videos häufig unterschätzt wird: Der eigentliche Erfolg entsteht nicht erst beim Dreh oder im Schnitt. Ein großer Teil der Arbeit findet vorher statt.
Wir beschäftigen uns mit dem Unternehmen, den Leistungen, den Zielgruppen und den Menschen, die später vor der Kamera stehen. Wir überlegen, welche Themen wirklich Potenzial haben, welche Fragen häufig gestellt werden und welche Inhalte sich in wiederkehrende Formate übersetzen lassen.
Gerade deshalb sind Drehs vor Ort für uns so wertvoll. Dort sehen wir Abläufe, hören Geschichten und erleben Situationen, die sich am Schreibtisch kaum entwickeln lassen. Häufig entstehen die besten Ideen genau in diesen Momenten.
Das Ergebnis ist dann kein Content, der künstlich über ein Unternehmen gelegt wird, sondern Content, der aus dem Unternehmen selbst entsteht.
Unser Fazit: Authentizität schlägt künstliche Inszenierung
Social Media Content darf unterhalten. Er darf witzig sein, überraschen und auch einmal ein bisschen frecher werden. Aber er sollte nie dazu führen, dass Menschen oder Marken sich verbiegen müssen.
Für uns liegt die eigentliche Kunst deshalb nicht darin, einen Kunden möglichst lustig zu machen. Die Kunst besteht darin, das Spannende, Relevante und Menschliche im echten Alltag zu finden und so zu erzählen, dass daraus Content entsteht, den Menschen wirklich sehen wollen.
Das aktuelle Beispiel aus dem Shooting mit dem ADAC Nordbaden zeigt sehr gut, dass dieser Ansatz funktioniert. Die ersten Ergebnisse aus Reichweite und Beitragsinteraktionen sprechen dafür, dass authentischer Content und gute Performance kein Widerspruch sind.
Und genau deshalb bleiben wir bei unserem Grundsatz: Reichweite ja. Fremdscham nein.
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